Altes Rathaus, 29.11.2009. Das letzte Konzert des auslaufenden Jahres f√ľgte sich, was die Auswahl der Lieder betrifft, einf√ľhlsam in die Stimmung des Almut Kaven Advent ein. Die Eheleute Almut und Philipp Kaven hatten Kunstlieder der Geschwister Fanny Hensel (1805 - 1847) und Felix Mendelssohn (1809 - 1847) in Erinnerung an das zu Ende gehende Mendelssohn-Jahr 2009, dem 200. Geburtsjahr des Komponisten, zusammengestellt.

In den Kunstliedern, einer Gattung, die sich Ende des 16. Jahrhunderts entwickelt hatte, kam der Geist der Romantik deutlich zum Ausdruck, insbesondere in ihren Texten von den Autoren Josef von Eichendorff, Ulrich von Lichtenstein, Emanuel Geibel, Thomas Moore und Heinrich Heine.

 

Es war ein Genuss, die √úbereinstimmung der Texte mit den Kompositionen zu erleben, die von den Interpreten Almut Kaven am Steinway-Fl√ľgel und Bariton Philipp Kaven in bestechender Harmonie vorgetragen wurden. Die Sicherheit der Kavens sowohl in der Begleitung als auch im Gesang √ľberzeugte die Anwesenden. Dem tat auch ein wiederholter Einsatz bei dem Lied von Fanny Hensel (Text Heinrich Heine), "Warum sind die Rosen so blass", keinen Abbruch, war es doch m√∂glicherweise die Beantwortung dieser Frage, die den S√§nger verwirrte.

Das gewaltige Volumen des Steinway-Fl√ľgels dominierte Zuweilen nach dem Empfinden der Zuh√∂rer, der aufgeklappt, sich wie ein Schalltrichter den Ohren der Anwesenden √∂ffnete. Am Ende des Konzertes war es nur folgerichtig, dass das Publikum als Zugabe Mendelssohns "Leise zieht durch mein Gem√ľt" zu Geh√∂r bekam.

(Quelle: Westfälische Nachrichten, Alfons Körbel, 2.12.2009)