Altes Rathaus, 25.03.2018. Es gibt Musik bei guter Laune, für oder gegen Liebeskummer, zum wilden Tanzen oder zum lauten Mitsingen. Mit der englischen Band Mammal Hands haben die Veranstalter des Freundeskreises Schöppingen Konzerte und des Kulturrings einen grandiosen, selten gehörten Sound zum Träumen und Meditieren ins Alte Rathaus geholt. Am Sonntagabend war die Vechtegemeinde ein absoluter Geheimtipp für die Fans der Band und einigen selbst Hunderte Kilometer Anreise wert.

Über ein halbes Jahr hat Richard Hölscher vom Kulturring seine Kontakte spielen lassen, um die drei Musiker aus ihrer Konzerttour durch Europa auch für einen Auftritt nach Schöppingen zu holen. „Ich habe sie das erste Mal beim Haldern-Pop-Festival erlebt. Da kamen sie auf die Bühne und schlagartig ging die Lautstärke bei den Zuhörern nach unten“, erklärte er dem Publikum, das dicht gedrängt sitzt und steht, zur Einführung.

Schon mit den ersten Klängen zog der klare, atmosphärisch dichte Sound aus Saxofon (Jordan Smart), Klavier (Nick Smart) und Schlagzeug (Jesse Barrett) die Gäste in ihren Bann. Ihre Musik ist ein experimenteller Mix aus spirituellem Jazz, irischem Folk, Indian Pop und Klassik, verfeinert mit elektronischen Effekten.

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Altes Rathaus, 3.3.2018. Der Frühling tanzt Walzer, Samba und Flamenco! Das Trio Diversa eröffnete zum Konzert am Samstagabend den musikalischen Lenz im alten Rathaus.

Harfe, Violine und Sopran-Gesang wandelten mit wunderbaren Melodien zum Thema die arktischen Außentemperaturen in ein herzerwärmendes Frühlingsgefühl. Mit diesem Angebot haben der Freundeskreis Schöppinger Konzerte und die VHS als Veranstalter das Publikum einmal mehr begeistern können.

In der Pause drängte sich ein staunender Pulk Zuhörer um den heimlichen Star des Abends: die Konzertharfe. In voller Pracht, mit aufwändig geschnitzten Verzierungen im Korpus und faszinierender Mechanik steht das majestätisch anmutende Instrument präsent im Raum. Geduldig erläuterte Sonja Jahn Herkunft und Aufbau, die Funktion der sieben Pedale und wie sich damit die Tonfolgen auf den Saiten verändern. Von Kindheit an ist die Künstlerin von der Harfenmusik begeistert und übt täglich. Ein Ohrenschmaus für das Publikum: Ihr virtuoses Fingerspiel entlockte den Saiten eine musikalische Vielfalt, die dem Instrument kaum zuzutrauen war. 

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KonzertfotoAltes Rathaus, 25.11.2017. Die Brüder begannen das Konzert zwar furios – aber nur, um den Schwung danach noch weiter zu steigern. Alexej und Nikolaj Gerassimez wissen offensichtlich, wie sie ihr Publikum überwältigen können. Mit atemberaubender Technik und Kompositionen, die die Hörgewohnheiten der Zuhörer herausfordern. Am Samstagabend spielten sie im Alten Rathaus. Nikolai auf dem Steinway-Flügel, den der Bürgerverein vor zehn Jahren zur Verfügung gestellt hat, Alexej auf etlichen Schlaginstrumenten.

 

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Altes Rathaus, 30.12.2017. 90 Besucher im Alten Rathaus waren am Samstag restlos begeistert vom hohen Niveau der Künstler Tobias Breider (Viola) und Clemens Rave (Piano). Das anspruchsvolle Programm bot viel Abwechslung. Breider zeigte, was man mit einer Bratsche alles machen kann, insbesondere bei den sieben spanischen Volksweisen von Manuel de Falla.
 
Den Auftakt des Programmes bot die Sonate A-Dur von César Franck, eigentlich für die Violine und Klavier komponiert, hier in einer eigenen Bearbeitung Breiders für Viola und Piano. Alle Herausforderungen, die die schwierige Sonate an die Künstler stellt, meisterten sie in allen vier Sätzen mit Bravour. Wunderbar im Zusammenspiel, Rave am Piano wuchtig und schwungvoll, aber nie die Bratsche überdeckend, beide virtuos, wunderbar in Farbgebung und Ausdruck. Das Publikum wurde vom ersten bis zum letzten Ton mitgenommen, und das über eine Zeitspanne von fast 30 Minuten.

Altes Rathaus, 08.10.2017. Klavier, Kontrabass, Schlagzeug – mehr braucht es nicht, um im Jazz eine Fülle von Klangvariationen mit höchstmöglicher Transparenz zu erzeugen.

 

Sei es Oscar Peterson mit seiner brillant funkelnden Pracht oder Keith Jarrett mit seiner traumwandlerischen Kreativität – die wichtigsten Jazz-Pianisten glänzten besonders in Trio-Formationen. Zwischen all den Giganten eine Nische zu finden, die stilistisch noch nicht besetzt ist, gilt als schwierig. Der isländischen Pianistin Sunna Gunnlaugs gelingt das insofern, als sie sensibel mit Klangfarben experimentiert. Harmonien entwickelt, die leicht schräg-dissonant wirken und gerade deshalb einen ungeheuren Reiz entfalten. Die Zuhörer im ausverkauften Saal des Alten Rathauses in Schöppingen erlebten am Sonntagabend ihr Trio, zu dem Þorgrímur Jónsson (Kontrabass) und Scott McLemore (Schlagzeug) gehören.

 

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