Altes Rathaus, 30.12.2017. 90 Besucher im Alten Rathaus waren am Samstag restlos begeistert vom hohen Niveau der Künstler Tobias Breider (Viola) und Clemens Rave (Piano). Das anspruchsvolle Programm bot viel Abwechslung. Breider zeigte, was man mit einer Bratsche alles machen kann, insbesondere bei den sieben spanischen Volksweisen von Manuel de Falla.
 
Den Auftakt des Programmes bot die Sonate A-Dur von César Franck, eigentlich für die Violine und Klavier komponiert, hier in einer eigenen Bearbeitung Breiders für Viola und Piano. Alle Herausforderungen, die die schwierige Sonate an die Künstler stellt, meisterten sie in allen vier Sätzen mit Bravour. Wunderbar im Zusammenspiel, Rave am Piano wuchtig und schwungvoll, aber nie die Bratsche überdeckend, beide virtuos, wunderbar in Farbgebung und Ausdruck. Das Publikum wurde vom ersten bis zum letzten Ton mitgenommen, und das über eine Zeitspanne von fast 30 Minuten.

KonzertfotoAltes Rathaus, 25.11.2017. Die Brüder begannen das Konzert zwar furios – aber nur, um den Schwung danach noch weiter zu steigern. Alexej und Nikolaj Gerassimez wissen offensichtlich, wie sie ihr Publikum überwältigen können. Mit atemberaubender Technik und Kompositionen, die die Hörgewohnheiten der Zuhörer herausfordern. Am Samstagabend spielten sie im Alten Rathaus. Nikolai auf dem Steinway-Flügel, den der Bürgerverein vor zehn Jahren zur Verfügung gestellt hat, Alexej auf etlichen Schlaginstrumenten.

 

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Altes Rathaus, 11.07.2017. Während eines Konzerts mit klassischer Musik ständig den Raum zu durchqueren, wäre unhöflich und störend. Doch wenn der Komponist die Zuschauer selbst dazu auffordert, wird aus dem Hörgenuss ein viel intensiveres Sinneserlebnis.

„Mit der Bewegung verändert sich die Wahrnehmung", behauptet Prasqual und lässt die Zuhörer am Dienstagabend durch eine außergewöhnliche Klangwelt spazieren.
Doch zu Beginn ganz klassisch auf dem Klavier: kurze Musikstücke von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann, die Prasqual „wunderbare Kleinode" nennt. Der Stipendiat des Künstlerdorfs ist glücklich, nach fünf Jahren endlich wieder auf dem Steinway-Flügel spielen zu dürfen.

„Wir beide hatten in den vergangenen Tagen eine wunderbare Romanze", schmunzelt der gebürtige Pole. Und das sieht und spürt das Publikum an diesem Abend im Alten Rathaus.

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Altes Rathaus, 08.10.2017. Klavier, Kontrabass, Schlagzeug – mehr braucht es nicht, um im Jazz eine Fülle von Klangvariationen mit höchstmöglicher Transparenz zu erzeugen.

 

Sei es Oscar Peterson mit seiner brillant funkelnden Pracht oder Keith Jarrett mit seiner traumwandlerischen Kreativität – die wichtigsten Jazz-Pianisten glänzten besonders in Trio-Formationen. Zwischen all den Giganten eine Nische zu finden, die stilistisch noch nicht besetzt ist, gilt als schwierig. Der isländischen Pianistin Sunna Gunnlaugs gelingt das insofern, als sie sensibel mit Klangfarben experimentiert. Harmonien entwickelt, die leicht schräg-dissonant wirken und gerade deshalb einen ungeheuren Reiz entfalten. Die Zuhörer im ausverkauften Saal des Alten Rathauses in Schöppingen erlebten am Sonntagabend ihr Trio, zu dem Þorgrímur Jónsson (Kontrabass) und Scott McLemore (Schlagzeug) gehören.

 

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Altes Rathaus, 09.04.2017. Ein ganzes Orchester in vier Händen. Eine Premiere und einen virtuosen Musikmarathon haben am Sonntagabend die Gäste beim Rathauskonzert erfahren: Erstmals als Duo und mit einem eigens für diesen Abend zusammengestellten Repertoire haben die Pianisten Junko Shioda und Cosmin Boeru aus Köln Werke von Schubert, Mozart, imd Brahms auf dem Steinway B-Flügel vierhändig interpretiert. 

Auch das Umblättern der Noten musste intensiv geübt werden, verrät Cosmin Boeru nach der ersten Stunde in der Pause. Schließlich passt keine dritte Person hinter die Klaviertasten, die ihnen diese Arbeit abnehmen könnte...